Pressearchiv: Klimaschutz im Westerwaldkreis

31. Oktober 2022 - Gemeinsamer Kochabend der vhs mit dem Klimaschutzmanagement fand großen Anklang

Klimafreundliches Kochen – gesund, lecker und nachhaltig

Was haben die richtige Lagerung von Lebensmitteln oder das Mindesthaltbarkeitsdatum mit dem regionalen Klimaschutz zu tun? Diese und weitere Fragen wurden für einige Westerwälderinnen und Westerwälder in einem gemeinsamen Kurs der vhs-Bad Marienberg, der Kreis-VHS und dem regionalen Klimaschutzmanagement geklärt. Wie die Kreisverwaltung in einer Pressemeldung mitteilt, stieß die Idee eines gemeinsamen Kurses zum „Klimafreundlichen Kochen“ auf reges Interesse bei den Bürgerinnen und Bürgern.

Das Seminar, welches von den Experten Helena Frink (Klimaschutzmanagerin Bad Marienberg), Christoph Brabender (Klimaschutzmanager Westerwaldkreis) sowie dem vhs-Koch Patrick George geleitet wurde, vereinte laut Meldung Theorie und Praxis.

Gerd Schell, der Geschäftsführer der vhs Bad Marienberg, eröffnete mit einer kurzen Ansprache den Kurs und gab anschließend das Wort an die Klimaschutzmanager weiter. Die beiden Klimaschutzmanager gingen vor allem auf den CO2-Fußabdruck ein, den verschiedene Lebensmittel hinterlassen. „Neben dem CO2, welcher bei der Produktion und dem Transport ausgestoßen wird, ist es vor allem der Wasserverbrauch, der manche Lebensmittel umwelt- und klimaunfreundlich werden lässt“, so Christoph Brabender. Deshalb ist laut dem Klimaschutzexperten die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung eines der größeren Einsparpotentiale in Deutschland. Die Klimamanager zeigten den Teilnehmenden auf, wie die richtige Lagerung von Lebensmitteln, das Mindesthaltbarkeitsdatum und die Resteverwertung einen wichtigen Beitrag leisten können. Seine Kollegin verstärkte die Ausführungen: „Eine immens wichtige und nebenbei gesunde Rolle spielen insbesondere regionale und saisonale Produkte, welche bei örtlichen Wochen-, Super- und Hofmärkten eingekauft werden können“, so Helena Frink.

Im Anschluss wurden laut Pressemeldung die Teilnehmenden für das Kochen in drei Kleingruppen aufgeteilt. Während Gruppe eins als Vorspeise-„Häppchen“ kleine Hirse-Gemüsebällchen formte, kümmerte sich Gruppe zwei um einen sogenannten One-Pot-Gemüsegulasch als Hauptgang. Einen Apple-Crumble als Nachtisch zauberte die dritte Gruppe. Während der Zubereitung der Gerichte gab es laut Meldung ausreichend Zeit, um sowohl untereinander als auch mit der Kursleitung ins Gespräch zu kommen. Wie die Kreisverwaltung mitteilt, fand ein reger Austausch statt, welcher verschiedenste Ideen und Impulse produzierte. VHS-Koch Patrick George gab zwischendrin immer wieder interessante Tipps und Tricks zur Resteverwertung. So wurden zum Beispiel die Gemüsereste (Schalen) in einem Topf gesammelt, um daraus eine leckere Gemüsebrühe zuzubereiten.

Die Kleingruppen stellten ihre zubereiteten Gänge im Anschluss kurz vor, bevor sich die Teilnehmenden geschmacklich selbst von den leckeren Gerichten überzeugen konnten. Mit einem Glas Ahrwein ließ die Gruppe den Abend gemütlich ausklingen. Anhand der Auswertung der Feedbackbögen zieht das Organisationsteam ein positives Fazit. „Der Kurs hat allen viel Spaß gemacht und es wurden Anregungen für weitere derartige Veranstaltungen gegeben“. Anfang des nächsten Jahres soll es laut Meldung erneut einen Kochkurs in Zusammenarbeit mit der vhs im Umkreis von Montabaur geben. Zudem werden weitere Kochkurse des Klimaschutzmanagements zu dem Thema stattfinden.

Dieses Kursangebot war eine Kooperation der vhs Bad Marienberg mit der vhs des Westerwaldkreises und dem Klimaschutzmanagement der Verbandsgemeinde Bad Marienberg) und des Kreises.

Weitere Informationen zu den Kursangeboten der Kreis-VHS gibt es im Internet unter http://www.vhs-ww.de/. Zudem macht das Klimaschutzmanagement auf den regionalen Einkaufsführer aufmerksam. Hier werden verschiedene regionale Einkaufmöglichkeiten aufgezeigt. Dieser ist unter https://wir-westerwaelder.de/gutes-aus-dem-westerwald-regionaler-einkaufsfuehrer/ abrufbar.

20. Oktober 2022 - Arbeit der Klimaschutzmanager kennenlernen

Gemeinschaftsseminar der Klimaschützer und der Kreis-Volkshochschule sensibilisiert Menschen in der Region

Was macht ein Klimaschutzmanager? Diese Frage wird sich bestimmt schon mal die eine oder der andere Bürger im Westerwald gestellt haben. Schließlich beschäftigt nicht die Kreisverwaltung, sondern auch nahezu alle Verbandsgemeinden diese Einrichtung seit ein paar Jahren.

Wie einer Pressemeldung der Kreisverwaltung zu entnehmen ist, haben sich die Klimaschutzmanager Christoph Brabender (Westerwaldkreis) und Thomas Siry (Verbandsgemeinde Selters) dazu entschlossen, gemeinsam mit der Kreis-Volkshochschule (Kreis-vhs) dieser Frage nachzugehen. Deshalb bieten die Institutionen laut Presseinfo gemeinsam ein Seminar unter dem Motto „Was macht ein Klimaschutzmanager?“ an.

Die Klimaschutzmanager Christoph Brabender und Thomas Siry wollen in dem Seminar interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geben, die Arbeit im kommunalen Klimaschutzmanagement kennenzulernen. In der Veranstaltung werden Schwerpunkte und Themenfelder der Arbeit vorgestellt. Das vielfältige Aufgabengebiet bezieht Akteure aus unterschiedlichen Bereichen mit ein und umfasst unter anderem die Energieberatung, Informationskampagnen oder Sanierungsmaßnahmen an kommunalen Liegenschaften.

Die Veranstaltung soll den Teilnehmenden auch die Möglichkeit geben mit den Klimaschutzmanagern in den Austausch zu treten, Fragen zu stellen und Anregungen weiterzugeben.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Volkshochschule am 9. November ab 18 Uhr im Sitzungssaal der Verbandsgemeinde Selters statt. Anmeldungen werden bei der Kreis-vhs Hauptstelle unter 02602 124-420 oder per Mail unter Christoph.Brabender@westerwaldkreis.de entgegengenommen. Eine Anmeldung zur Teilnahme am Kurs ist verpflichtend, der Kurs ist kostenfrei.

06. Juli 2022 - Kreistag beschließt Klimaschutzkonzept und Maßnahmenkatalog

Klimaschutz ist eine gemeinsame Aufgabe

Der Klimaschutz ist auch im Westerwaldkreis eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das wurde spätestens in der vergangenen Kreistagssitzung deutlich. Mit einem einstimmigen Beschluss brachte das höchste Gremium im Kreisgebiet das umfassende Klimaschutzkonzept mit dem dazugehörigen Maßnahmenkatalog auf den Weg.

Zuvor war der Erstellung des Konzeptes über mehrere Monate ein integrativer Prozess vorangegangen. Dieser zielte vor allem darauf ab, die Westerwälderinnen und Westerwälder einzubinden.

In dem Klimaschutzkonzept, welches federführend durch den Klimaschutzmanager Johannes Baumann sowie dem zuständigen Referatsleiter für „Klima, Natur und Wasser“ Olaf Glasner erstellt wurde, zeigt sich deutlich, dass es im Kreisgebiet einen enormen Bedarf an Energie gibt. Allein im Jahr 2018 wurden fast 6.500.000 Megawattstunden Verbrauch an Energie im Westerwaldkreis ermittelt. Einen Großteil des Bedarfs verteilt sich auf die Mobilität, die Industrie, das Gewerbe und die privaten Haushalte.

Bei den Treibhausgas-Emissionen ergibt sich in Folge ein ähnliches Bild. Im Jahr 2018 wurden im Kreisgebiet fast 2.000.000 Tonnen CO2 ausgestoßen.

„Wenn wir etwas verändern möchten, darf sich keiner verstecken“, machte Landrat Achim Schwickert gegenüber dem Kreistag deutlich und nahm so alle Westerwälderinnen und Westerwälder mit in die Pflicht. „Auf Grund der steigenden Anzahl an elektrobetriebenen Fahrzeugen sowie den stetigen Veränderungen und Modernisierungen im Bereich des Kommunikationsverhaltens aber auch der voranschreitenden Digitalisierung wird sich in Zukunft allein der Bedarf an Strom weiter erhöhen,“ skizzierte der Westerwälder Landrat einen Blick in die Zukunft.

Deshalb wird es laut Schwickert bei der Energiewende im Westerwaldkreis darauf ankommen, die Treibhausgasemissionen deutlich zu reduzieren sowie die benötigte Energie erneuerbar zu gewinnen. Die Kreisverwaltung sieht sich laut dem Landrat auf diesem Weg vor allem als Moderator und Impulsgeber für die Region. Schwickert machte auch deutlich, dass dieser Weg nur gemeinschaftlich und in enger Absprache mit den Verbandsgemeinden sowie den weiteren Behörden und Akteuren gelingen kann. Vor allem die Kommunikation, die Information und die Sensibilisierung der Westerwälderinnen und Westerwälder über regionale Netzwerke sind wesentliche Bestandteile des Klimaschutzes und somit ein prägender Bestandteil im Maßnahmenpaket.

Auch die Mobilität im ländlichen Raum muss laut dem Klimaschutzkonzept modern gedacht werden. So hat der Kreisausschuss bereits beschlossen, eine App zu integrieren, mit der die Mobilität im Westerwaldkreis ganzheitlich betrachtet werden soll. Zudem befindet sich aktuell ein Radwegekonzept für den Westerwaldkreis in der Aufstellung, um in der Region das Wegenetz für den Alltagsradverkehr weiter zu verbessern.  

„Zusätzlich müssen wir uns aber auch an die eigene Nase packen,“ ergänzte der Westerwälder Landrat seine Ausführungen und spielte damit auf die Vorbildfunktion der öffentlichen Hand an. Dies sah der Kreistag scheinbar genauso und fasste über den Maßnahmenkatalog den Beschluss, dass das Kreishaus in Montabaur bis zum Jahr 2040 klimaneutral werden soll. Auch die kreiseigenen Liegenschaften wie zum Beispiel die Schulen sollen genauer unter die Lupe genommen werden. Zur Überprüfung und Umsetzung soll im Kreishaus unter anderem ein Energiemanagement etabliert werden. Zudem kündigte Schwickert eine Machbarkeitsstudie für eine umfassende Photovoltaikanlage auf dem Parkplatz der Kreisverwaltung an. Auch der Westerwaldkreis-AbfallwirtschaftsBetrieb (WAB) als Eigenbetrieb des Landkreises spielt bereits heute eine wichtige Rolle im kommunalen Klimaschutz. Zukünftig soll geprüft werden, ob die Fahrzeugflotte nach und nach auf alternative Antriebsarten umgestellt werden kann.

Das umfassende Klimaschutzkonzept wurde auf Basis eines Kreistagsbeschlusses erstellt. In der Konzepterstellung setzten der Klimaschutzmanager und die Kreisverwaltung auf eine integrative Vorgehensweise. So wurden die Bürgerinnen und Bürger über Workshops mit eingebunden. Auch die Zusammenarbeit mit den Verbandsgemeinden spielte für die Verantwortlichen im Kreishaus eine große Rolle. Denn die meisten Verbandsgemeinden im Westerwaldkreis haben bereits ein Klimaschutzkonzept erstellt, so dass hier Synergien erschlossen werden können. Das Klimaschutzkonzept nebst Maßnahmenkatalog ist auf der Homepage des Westerwaldkreises unter: https://www.westerwaldkreis.de/klimaschutz abrufbar. Die Erstellung des Konzeptes kostete insgesamt circa 228.000 Euro. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz als Fördermittelgeber beteiligte sich mit 65 Prozent. Zudem fasste der Kreistag den Beschluss, die Anschlussförderung beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz zu beantragen, um so die nächsten Prozessschritte in die Wege zu leiten. Hier werden mit Investitionskosten in Höhe von 335.000 Euro gerechnet, der Eigenanteil des Westerwaldkreises beträgt knapp 200.000 Euro.

BuZ: Klimaschutzmanager Johannes Baumann übergibt gemeinsam mit der Ersten Kreisbeigeordneten Gabriele Wieland sowie dem zuständigen Referatsleiter Olaf Glasner stolz das beschlossene Klimaschutzkonzept an Landrat Achim Schwickert.

Foto: Pressestelle

11. Februar 2022 - Gelungene Auftaktveranstaltung

Viele Ideen und Anregungen für das Klimaschutzkonzept

Anfang Februar fand die Auftaktveranstaltung zum integrierten Klimaschutzkonzept des Westerwaldkreises als Online-Veranstaltung statt. Mit der Erstellung des Konzeptes unterstützt der Westerwaldkreis die Ziele der Bundesregierung und entwickelt Maßnahmen, mit denen der Klimaschutz in der Kommune vor Ort umgesetzt werden kann. Im Zuge der Veranstaltung konnte auch das neue Klimaschutzlogo des Westerwaldkreises präsentiert werden, mit dem die Klimaschutzaktivitäten des Westerwaldkreises sichtbarer gemacht werden sollen.

Den thematischen Einstieg in die Veranstaltung gab Philipp Reiter vom Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen Rheinland-Pfalz. Reiter machte auf die bereits im Westerwaldkreis spürbaren Temperaturveränderungen durch den Klimawandel und den damit einhergehenden Auswirkungen auf Phänologie und Extremereignisse deutlich. Einen besonderen Bezug nahm er auf die Entwicklung des Waldes in Rheinland-Pfalz.

Klimaschutzmanager Johannes Baumann stellte gemeinsam mit dem begleitenden Planungsbüro Energielenker die Energie- und Treibhausgasbilanz des Westerwaldkreises und das Zwischenergebnis der Potenzialanalyse vor. Nach dem Fertigstellen der Potenzialanalyse stehen noch Workshops mit verschiedenen Akteuren im Westerwaldkreis an, bevor ein Maßnahmenkatalog entwickelt werden kann. Im Sommer ist die Fertigstellung des Klimaschutzkonzeptes geplant, sodass die Maßnahmen im Anschluss umgesetzt werden können.

Die teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger konnten in zwei Diskussionsrunden über die Themen „Klimaschutz im Alltag“ und „Energieversorgung und Mobilität“ sprechen. Die zahlreichen Ideen und Anregungen werden in den weiteren Prozess der Erstellung des Klimaschutzkonzeptes aufgenommen. Es besteht aber auch weiterhin die Möglichkeit, Ideen an Klimaschutz@westerwaldkreis.de zu senden.

Anlage:

Präsentation Klimawandel im Westerwaldkreis
Präsentation Zwischenergebnis Klimaschutzkonzept

27. Januar 2022 - Sammelboxen für technische Altgeräte

Mit dem Smartphone gehen Klima- und Artenschutz Hand in Hand

Laut Informationen des NABU liegen 105 Millionen ungenutzte technische Endgeräte in deutschen Schubladen. Ein Potential an Wertstoffen, das oft unterschätzt wird. Deswegen haben sich die Klimaschutzmanagerinnen der Verbandsgemeinden Bad Marienberg und Wallmerod sowie der Klimaschutzmanager des Westerwaldkreises dazu entschlossen, die Aktion „Handys für Hummeln, Bienen und Co.“ vom NABU zu unterstützen.

Seit Mitte Dezember wird die Sammelbox der Bürgerinnen und Bürger der Verbandsgemeinde Bad Marienberg fleißig genutzt. Ab dem 1. Februar können dann auch in der Verbandsgemeindeverwaltung Wallmerod sowie in der Kreisverwaltung in Montabaur technische Altgeräte wie Handys, Smartphones, Tablets und Netzteile in einer Sammelbox abgegeben werden.

Es ist kein Geheimnis, dass die kleinen Begleiter inzwischen fest in den Alltag gehören. Jedoch werden die Endgeräte in Deutschland im Durchschnitt nach circa zwei Jahren ausgetauscht. Nicht selten liegen deshalb Altgeräte ungenutzt in den Schubladen und Schränken. „Die Endgeräte enthalten Materialien, deren Förderung energie- und ressourcenintensiv ist. Eine fachgerechte Entsorgung der Altgeräte ist daher umso wichtiger,“ berichtet Johannes Baumann, Klimaschutzmanager des Westerwaldkreises.

Wer demnächst seinen Schubladen auf Altgeräte stößt, kann diese in die aufgestellten Sammelboxen einwerfen. „Die Erlöse der Sammlung fließen in den Insektenschutzfonds des NABU und unterstützen diverse Projekte zum Erhalt der Insektenvielfalt,“ erklärt Helena Frink, Klimaschutzmanagerin der VG Bad Marienberg.
„Die Zahl der Fluginsekten ist in den letzten Jahren drastisch gesunken, hier besteht Handlungsbedarf. Klima- und Umweltschutz sollten hier Hand in Hand gehen,“ erklärt Lina Braun, Klimaschutzmanagerin der VG Wallmerod.

Das Wie ist einfach. Der Zustand der Geräte ist dabei zweitrangig. Ob defekt oder funktionstüchtig, jedes Gerät wird geprüft und dementsprechend recycelt, repariert und wiederverwendet.

Möglich ist eine Abgabe der Altgeräte zu den regulären Öffnungszeiten der Kreisverwaltung in Montabaur sowie der Verbandsgemeinden Wallmerod und Bad Marienberg. Terminvereinbarungen für die Abgabe sind nicht erforderlich. Weitere Informationen zur Aktion „Handys für Hummeln, Bienen und Co.“ gibt es auf der NABU Homepage unter www.nabu.de.

Foto: Helena Frink

25. Januar 2022 - Auftaktveranstaltung zum Klimaschutzkonzept

An einer klimafreundlichen Zukunft mitwirken

Der Klimaschutzmanager des Westerwaldkreises, Johannes Baumann, macht es deutlich, wenn er sagt, dass der Klimaschutz uns alle betrifft. Mit der Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes unterstützt der Westerwaldkreis die Ziele der Bundesregierung und entwickelt Maßnahmen, mit denen der Klimaschutz in der Kommune vor Ort umgesetzt werden kann.

Am Mittwoch, den 02. Februar um 19 Uhr findet die digitale Auftaktveranstaltung zum Klimaschutzkonzept für den Westerwaldkreis statt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, sich über den aktuellen Stand zu informieren und eigene Ideen und Anregungen einzubringen.

„Das Klimaschutzkonzept ist daher eine Chance, die klimarelevanten Maßnahmen im Kreis für die nächsten Jahre mitzugestalten,“ betont Klimaschutzmanager Johannes Baumann.

Zu Gast bei der Auftaktveranstaltung ist Philipp Reiter vom Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen Rheinland-Pfalz. Er wird über aktuelle und zukünftige klimatische Entwicklung des regionalen Klimawandels berichten. Im Anschluss wird die Treibhausgas- und Energiebilanz des Westerwaldkreises durch Johannes Baumann und dem begleitenden Planungsbüro Energielenker vorgestellt.

Die Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, in kleinen Themengruppen eigene Ideen und Vorschläge für Maßnahmen im Kreis einzubringen und zu diskutieren. Die erarbeiteten Ideen werden am Ende der Veranstaltung vorgestellt. Alle, die nicht an der Auftaktveranstaltung teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihre Ideen direkt an Johannes Baumann zu senden. Zusätzlich wird bald eine digitale Ideenbörse auf der Internetseite der Kreisverwaltung (www.westerwaldkreis.de) zu finden sein.

Eine Anmeldung zur digitalen Auftaktveranstaltung ist per E-Mail an Johannes.Baumann@westerwaldkreis.de oder Telefon 02602/124-374 erforderlich. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach der Anmeldung.

22. September 2021 - Europäische Mobilitätswoche

Gelungene Auftaktveranstaltung im Stöffelpark

Am 17. September fand die Auftaktveranstaltung zur Europäischen Mobilitätswoche im Westerwaldkreis im Stöffelpark in Enspel statt. Unter dem Motto „Mobilität im ländlichen Raum – Westerwald auch in Zukunft mobil“ informierten Expertinnen und Experten aus den Bereichen Bus & Bahn, Radverkehr und motorisiertem Indiviualverkehr über die Entwicklung der Mobilität im Westerwaldkreis.

Dennis Klees vom Schienenpersonennahverkehr Nord informierte über anstehende Projekte im Westerwald. Wesentliche Ziele sind die Beschleunigung der Reisezeit sowie die Gewinnung von Passagieren. Jörg Mühlhaus von den Verkehrsbetrieben Westfalen Süd stellte u. a. das Projekt SAM, einen autonom fahrenden Bus, vor. Aus der Sicht des ADAC Mittelrhein beleuchtete Rudi Speich die Bedeutung des PKW für die Mobilität im ländlichen Raum. Zuletzt informierte Britta Pott von der Sweco GmbH über das Radwegekonzept im Westerwaldkreis und neue Möglichkeiten der Radnutzung im Alltag. Die anschließende Podiumsdiskussion wurde von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern rege für Fragen an die Vortragenden genutzt.

Die Europäische Mobilitätswoche ist eine Aktion der Europäischen Kommission, die seit 2002 im Zeitraum vom 16. bis 22. September stattfindet. In diesem Jahr nahm der Westerwaldkreis zum ersten Mal daran teil und bot unterschiedliche Vorträge und Informationsveranstaltungen an, die deutlich machen sollen, wie man in Zukunft nachhaltig mobil sein kann.

Foto: Pressestelle der Kreisverwaltung

Buz: von links nach rechts: Erste Kreisbeigeordnete Gabriele Wieland, Rudi Speich, Jörg Mühlhaus, Dennis Klees, Britta Pott und Johannes Baumann, Klimaschutzmanager des Westerwaldkreises.

09. September 2021 - Europäische Mobilitätswoche startet

Westerwaldkreis nimmt teil

In diesem Jahr nimmt der Westerwaldkreis zum ersten Mal an der Europäischen Mobilitätswoche teil. Es sich um eine Aktion der Europäischen Kommission, die seit 2002 im Zeitraum vom 16. bis zum 22. September stattfindet. Teilnehmende Kommunen haben die Möglichkeit, Interessierten verschiedene Formen von nachhaltiger und klimaschonender Mobilität zu präsentieren. Im Westerwaldkreis werden unterschiedliche Vorträge und Informationsveranstaltungen angeboten, die deutlich machen sollen, wie man in Zukunft nachhaltig mobil sein kann.

Themen wie Elektromobilität, Radverkehr und ÖPNV werden beleuchtet. So kann man sich in einem digitalen Vortrag zur Elektromobilität und die Nutzung des selbst erzeugten PV-Stroms zur Ladung des eigenen E-Autos informieren oder das erste „E-Car-Sharing-Konzept“ im Westerwaldkreis in der Ortsgemeinde Staudt vor Ort kennenlernen.

Die Auftaktveranstaltung findet am Freitag, den 17. September, unter dem Motto „Mobilität im ländlichen Raum – Westerwald auch in Zukunft mobil“ im Stöffelpark in Enspel statt. Expertinnen und Experten aus den Bereichen Bus & Bahn, Radverkehr und motorisiertem Individualverkehr werden in Impulsvorträgen über die Entwicklung der Mobilität im Westerwald informieren. Anschließend findet eine Podiumsdiskussion statt, in der es möglich ist, Fragen zu stellen.

Die verschiedenen Veranstaltungen bieten die Möglichkeit, Erfahrungen in der Nutzung von neuen nachhaltigen Mobilitätsformen zu sammeln. In einem E-Bike Training der Verkehrswacht kann der Umgang mit einem E-Bike oder E-Pedelec geübt werden, in einem Vortrag über den Umstieg auf die Elektromobilität gibt es Tipps zum Ladeprozess an einem E-Auto. In der VRM-Ticket-Schulung vermittelt die Referentin Renate Adams anschaulich den Umgang mit Ticketautomaten.

Die geführte Radtour der Tourist-Information Hachenburger Westerwald bringt den Genuss der Bewegung in der Natur näher. Gleichzeitig kann man Kilometer für die Aktion Stadtradeln sammeln.

Weitere Informationen und die Anmeldung für die einzelnen Veranstaltungen finden Sie unter www.westerwaldkreis.de/klimaschutz oder direkt bei Klimaschutzmanager Johannes Baumann (johannes.baumann@westerwaldkreis.de oder 02602 124-374).

23. Juli 2021 - Festival GrünRockt!

Klimaschutzmanager aus dem Westerwaldkreis präsentieren ihre Arbeit

Das Festival GrünRockt! in Hachenburg befasste sich mit dem Thema „Waldsterben“, ein Prozess der auch im Westerwald in den letzten Jahren spürbar zu erkennen ist. Die Auswirkungen des Klimawandels haben einen großen Einfluss auf die Situation der Wälder. Aus diesem Grund stellten die Klimaschutzmanager der Verbandsgemeinden Bad Marienberg, Hachenburg, Wallmerod und des Westerwaldkreises ihre Arbeit auf dem Festivalgelände vor.

Auf ihrem Stand informierten sie die interessierten Bürgerinnen und Bürger u. a. über aktuelle Projekte, Fördermittel im Bereich Klimaschutz sowie klimafreundliche Heiz- und Mobilitätsformen. So wurde von den Klimaschutzmanagern die Herstellung von Holzpellets erklärt, Informationspapiere zu diversen Elektroautos und das aktuelle Radverkehrskonzept der Verbandsgemeinde Hachenburg ausgestellt. Außerdem konnten Teilnehmende anhand des Solarkatasters Rheinland-Pfalz das Potenzial für Photovoltaik- und Solarthermieanlagen auf ihren Hausdächern überprüfen.

Die Klimaschutzmanager konnten den Bürgerinnen und Bürgern die vielen verschiedenen Themenfelder ihrer Arbeit näherbringen und derzeitige Aktionen wie die „Klimakino“-Reihe in Hachenburg und die Teilnahme des Westerwaldkreises an der Europäischen Mobilitätswoche vorstellen. Für die Festivalbesucher gab es neben dem vielfältigen Informationsangebot auch die Möglichkeit auf einer „Pelletcouch“ Platz zu nehmen.

Buz: Klimaschutzmanager v.l.n.r.: Henrik Lütkemeier (VG Hachenburg), Lina Braun (VG Wallmerod), Helena Frink (VG Bad Marienberg) und Johannes Baumann (Westerwaldkreis)

21. Juli 2021 - Arbeitskreis Klimaschutz formiert sich

Am 12. Juli hat sich der Arbeitskreis Klimaschutz im Westerwaldkreis auf Einladung des Klimaschutzmanagers Johannes Baumann zum ersten Mal getroffen und so eine Plattform zum Austausch geschaffen. Teilgenommen haben Vertreterinnen und Vertreter der Verbandsgemeindeverwaltungen des Westerwaldkreises, Olaf Glasner vom Referat Klima, Natur und Umwelt sowie Dr. Christel Simon und Peter Müller von der Energieagentur Rheinland-Pfalz.

Das Treffen im Kreishaus in Montabaur bot den Anwesenden die Möglichkeit, die Akteure auf Ebene der Verbandsgemeinden kennen zu lernen und über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen im Bereich des Klimaschutzes zu sprechen. Klimaschutzmanager Baumann informierte über den aktuellen Stand und die nächsten Schritte des integrierten Klimaschutzkonzeptes des Westerwaldkreises. Er gab außerdem einen Ausblick auf die Teilnahme des Westerwaldkreises an der Europäischen Mobilitätswoche vom 16. bis 22. September.

Natürlich wurden auch Projekte und Aktionen angesprochen, die zusammen veranstaltet und umgesetzt werden können. Der rege Austausch unter den Teilnehmenden hat gezeigt, wie wichtig gemeinsame Treffen im Bereich des Klimaschutzes sind. Das nächste Treffen ist für Oktober geplant.

Foto: Pressestelle der Kreisverwaltung

Buz: Teilnehmende des Arbeitskreises Klimaschutz im Westerwaldkreis

14. April 2021 - Klimaschutzmanager nimmt Arbeit auf

Die Gremien des Westerwaldkreises haben inzwischen die Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes für den Westerwaldkreis beschlossen. Das Konzept soll eine strategische Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für zukünftige Klimaschutzaktivitäten bilden und alle klimarelevanten Bereiche einbeziehen.

Teil dieses Projekts ist auch die Einrichtung eines Klimaschutzmanagements in der Kreisverwaltung und damit die Einstellung eines Klimaschutzmanagers. Die neue Stelle ist seit dem 1. März von Johannes Baumann besetzt. Der 25-jährige gebürtige Westerwälder hat in Mainz und Freiburg Geographie studiert.

Das Konzept gliedert sich in eine Planungs- und Umsetzungsphase. Der erste Schritt ist die Erstellung einer Ist-Analyse sowie einer Energie- und Treibhausgasbilanz. Anhand der qualitativen Ist-Analyse werden der Stand der Klimaschutzaktivitäten sowie die groben Rahmenbedingungen ermittelt und zusammengefasst. Die Energie- und Treibhausgasbilanz erfasst quantitativ die Energieverbräuche und Treibhausgasemissionen in allen klimarelevanten Bereichen und gliedert sie nach Verursachern und Energieträgern. Diese bilden die Grundlage für die Erstellung von Entwicklungsszenarien. Auch die Ermittlung von kurz- und langfristigen technisch und wirtschaftlich umsetzbaren Einsparpotenzialen und Potenziale für eine Steigerung der Energieeffizienz soll so möglich werden.

Auf Grundlage dessen werden konkrete Ziele definiert und daraus entsprechende Maßnahmen erstellt. Die zweite Phase des Klimaschutzkonzeptes beinhaltet die Umsetzung der entwickelten Maßnahmen.

Ein wichtiger Bestandteil in der Entwicklung des Klimaschutzkonzeptes ist die Beteiligung der relevanten Akteure, wie beispielsweise der Energieversorger, sonstigen potenziellen Investoren und Interessenverbände, wie Handwerkskammern aber auch der interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Eine Auftaktveranstaltung und projektbegleitende Workshops werden im weiteren Verlauf der Konzepterstellung durchgeführt.

Mit der Erstellung des Klimaschutzkonzeptes und der Einstellung des Klimaschutzmanagers möchte der Kreis seine Bemühungen im Bereich des Klimaschutzes konkretisieren und weiterentwickeln. Auch im Westerwaldkreis sind die Folgen des Klimawandels spürbar. Neben der Erstellung des Klimaschutzkonzepts ist der neue Klimaschutzmanager auch für die Fördermittelberatung innerhalb der Verwaltung und die Öffentlichkeitsarbeit in Sachen Klimaschutz und Energiewende zuständig.

Das Projekt wird vom Bundeministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. Die Laufzeit beträgt zunächst zwei Jahre. Der Prozess der Konzepterstellung wird auf der Internetseite des Kreises dokumentiert. Fragen und Anregungen können gerne an klimaschutz@westerwaldkreis.de oder direkt an Johannes Baumann (telefonisch unter 02602 124-374 oder an Johannes.Baumann@westerwaldkreis.de) gerichtet werden

Foto: Pressestelle der Kreisverwaltung

Buz: Klimaschutzmanager Johannes Baumannn (Mitte) hat kürzlich seine Arbeit aufgenommen.