Je 50.000 Euro für neue Radwege in Unnau und Wallmerod
In der Verbandsgemeinde Bad Marienberg erhält die Ortsgemeinde Unnau einen Zuschuss von 50.000 Euro für den geplanten Verbindungsweg nach Nistertal. Der 3,50 Meter breite Weg soll sowohl dem landwirtschaftlichen Verkehr als auch dem Radverkehr dienen. Damit entsteht eine sichere Verbindung zwischen den beiden Gemeinden. Sie erleichtert unter anderem den Weg zu Grundschule, Freibad und Ärzten sowie zu den Gewerbegebieten und ansässigen Unternehmen. Gleichzeitig wird eine direkte Radverbindung zum Bahnhof Nistertal geschaffen, von der insbesondere Pendler profitieren.
Ebenfalls 50.000 Euro kommen laut Beschluss einem Radwegevorhaben der Ortsgemeinde Wallmerod zugute. Zwischen Wallmerod und Weroth verläuft der Themenradweg „Backesdörfer-Tour“ parallel zur B 8 auf unbefestigtem Untergrund. Unterhalb eines ortsansässigen Supermarktes soll nun eine Lücke geschlossen und die bestehende Strecke ergänzt werden. Der neue Abschnitt wird asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. So entsteht eine verkehrssichere Alltagsradwegeverbindung, die insbesondere Menschen ohne eigenes Auto den Zugang zum Gewerbegebiet und zu den Einkaufsmöglichkeiten erleichtert.
Neuer Gerätewagen für den Gefahrstoffzug
Auch in den Bevölkerungsschutz soll investiert werden. Der Kreisausschuss hat den Landrat ermächtigt, den Auftrag für die Beschaffung eines Gerätewagens Gefahrgut für den Gefahrstoffzug des Westerwaldkreises an den wirtschaftlichsten Bieter zu vergeben. Die Stabsstelle Brandschutz, Rettungsdienst plant nun kurzfristig die europaweite Ausschreibung für den selbstfahrenden Gerätewagen. Das Land hat dafür eine Zuwendung in Höhe von 222.000 Euro in Aussicht gestellt.
ÖPNV-Angebot wird überprüft und angepasst
Darüber hinaus war der öffentliche Nahverkehr (ÖPNV) Thema der Sitzung. Im März hatte der Kreisausschuss einen Arbeitskreis eingerichtet, um das Angebot der im Sommer 2024 gestarteten Linien zu überprüfen. Dafür führten die Verkehrsunternehmen unter anderem Fahrgastzählungen durch. Zudem wurden die Verbindungen auf Parallelverkehre und die Nutzung in Randzeiten hin untersucht.
Auf Grundlage der Ergebnisse beauftragte der Kreisausschuss in der aktuellen Sitzung die Verwaltung, gemeinsam mit dem Verkehrsplaner für die ermittelten Parallelverkehre ein Umsetzungskonzept zu erstellen. Wenig genutzte Fahrten in den Randzeiten zwischen Hachenburg und Bad Marienberg sollen nochmals genauer betrachtet werden und Kontrollfahrten aufzeigen, ob einzelne Verbindungen entfallen können.
Für die Augstgemeinden und die Linie 481 wird außerdem gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) ein Rufbussystem entwickelt, das möglichst schnell als Pilotprojekt umgesetzt werden soll.

