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Soziales

Hilfen für psychisch erkrankte Menschen

Hilfen für psychisch erkrankte Menschen

Koordinierungsstelle für Gemeindepsychiatrie

Das rheinland-pfälzische Landesgesetz über Hilfen bei psychischen Erkrankungen (kurz: PsychKHG) hat das Ziel, die Erkrankung zu heilen, deren Verschlimmerung zu verhüten und Krankheitsbeschwerden zu lindern sowie der gesellschaftlichen Ausgrenzung der psychisch erkrankten Person entgegen zu wirken und ihre selbstständige Lebensführung und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.

Dabei sollen die Hilfen für psychisch erkrankte Menschen so organisiert sein, dass sie von den Betroffenen in ihrem gewohnten Lebensraum in Anspruch genommen werden können. Für die Planung und Koordination der dazu notwendigen Unterstützungsmöglichkeiten in unserer Region ist die Kreisverwaltung des Westerwaldkreises verantwortlich. Die dazu eingerichtete Koordinierungsstelle für Gemeindepsychiatrie stimmt, seit 1996, die Hilfen in der gemeindenahen Versorgung aufeinander ab.

Sie initiiert in Kooperation mit den zahlreichen Einrichtungen im Westerwaldkreis diverse Projekte und bietet in Zusammenarbeit mit den Einrichtungen Unterstützungsmöglichkeiten für psychisch erkrankte Menschen an.

Die Aufgaben der Koordinierungsstelle für Gemeindepsychiatrie sind:

  • Planung und Steuerung von Hilfsangeboten in der Region
  • Förderung der Kooperation der Einrichtungen der gemeindenahen Versorgung
  • Beratungs- und Informationsdienst für Betroffene, Angehörige und Institutionen
  • Geschäftsführung und Leitungsaufgaben in regionalen Arbeitskreisen und Gremien
  • Öffentlichkeitsarbeit zur Förderung der Gleichstellung von psychisch und somatisch kranken Menschen

Wenn Sie Fragen zu Leistungen für Menschen mit Behinderungen haben, dann stehen Ihnen die Mitarbeiter der Eingliederungshilfe gerne zur Verfügung.


Veranstaltungen:

  • Zweitägiger Workshop am 17. und 24. August 2026: Kochen für die Seele

    Eine Gruppe von Menschen kocht gemeinsam.

    Zweitägiger Workshop: Kochen für die Seele
    Seit einigen Jahren ist bekannt, dass eine ausgewogene Ernährung die psychische Gesundheit stärken kann. Umgekehrt können psychische Erkrankungen das Essverhalten und die Lebensmittelauswahl beeinflussen. Aus diesem Grund bietet die Westerwälder Allianz gegen Depression in Kooperation mit der Kreis-Volkshochschule (Kreis-vhs) Westerwald, dem ESSENzPSYCHE-Netzwerk und der Landeszentrale für Gesundheitsförderung einen zweitägigen Koch-Workshop an. Geleitet wird dieser von einem Koch der Kreis-vhs und einer betroffenen Person der Westerwälder Allianz gegen Depression. Wissenschaftliche Mitarbeitende des ESSENzPSYCHE-Netzwerks und der Landeszentrale für Gesundheitsförderung unterstützen das Angebot vor Ort. Der Workshop wird am 17. und 24. August jeweils von 17 bis 20 Uhr in der Berggartenschule in Siershahn durchgeführt.
    Am ersten Tag erhalten die Teilnehmenden einen interaktiven Einblick ins Thema gesunde Ernährung und psychische Gesundheit. Viele Menschen mit psychischen Erkrankungen verändern in belastenden Phasen ihr Essverhalten. Manche verlieren den Appetit, andere essen vermehrt ungesunde Snacks oder greifen zu Fertigprodukten. Auch die Einnahme von Medikamenten kann das Essverhalten beeinflussen und zu Gewichtszunahme, Appetitlosigkeit oder Heißhunger führen. Gleichzeitig zeigen Studien, dass eine einseitige Ernährung mit wenigen frischen und nährstoffreichen Lebensmitteln die Entstehung und den Verlauf psychischer Erkrankungen begünstigen kann. Eine ausgewogene, abwechslungsreiche Kost kann hier unterstützen. Dabei gilt: Die Ernährung allein ersetzt keine Therapie, kann aber eine wertvolle Ergänzung sein. Das Erlernte wird dann am zweiten Tag des Workshops praktisch umgesetzt und in gemütlicher Runde genossen.
    Das Angebot richtet sich an Menschen mit psychischen Erkrankungen, die sich nicht in einer akuten Krise befinden, und ist kostenfrei. Lediglich ein Lebensmittelbeitrag in Höhe von rund 20 Euro ist selbst zu tragen. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten gibt es per E-Mail an info@vhs-ww.de sowie unter der Telefonnummer 02602 124-420. Wer aus persönlichen Gründen die Kursgebühr nicht finanzieren kann, findet hier auch vertraulich Hilfe.

  • Neue Ausstellung im Kreishaus ab 17. August: „Audiotour gegen Stress“

    Menschen stehen vor Stellwänden und schauen sich die Ausstellung an.

    Neue Ausstellung im Kreishaus ab 17. August: „Audiotour gegen Stress“
    Die Kreisverwaltung des Westerwaldkreises lädt gemeinsam mit der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz (LZG) ab dem 17. August zu einer interaktiven Ausstellung „Audiotour gegen Stress“ ein. Drei Wochen können Besucherinnen und Besucher im Foyer des Kreishauses in Montabaur kleine Impulse für einen guten Umgang mit dem Alltagsstress erhalten – kostenfrei und während der regulären Öffnungszeiten. 
    Die „Audiotour gegen Stress“ ist Teil des Projektes „Gesundheit für alle!“, das von der LZG mit Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft und Gesundheit umgesetzt wird. Das Projekt setzt sich dafür ein, Wege zu mentaler Gesundheit aufzuzeigen, die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen abzubauen und regionale Hilfsangebote bekanntzumachen. Ein guter Umgang mit Stress spielt für den Erhalt der psychischen Gesundheit eine wichtige Rolle: Chronischer Stress kann den Körper in einen Dauerzustand der Anspannung versetzen und zu Erschöpfung sowie psychischen Beschwerden wie Angst oder Depressionen führen.
    Hier setzt die „Audiotour gegen Stress“ an. Sie führt Teilnehmende entlang eines typischen Tagesablaufs und zeigt, wo Stress entsteht – und wie man ihm begegnen kann. Ergänzend liegen verschiedene Materialien mit Anlaufstellen und Alltagstipps zur Mitnahme bereit. „Wir möchten mit der Ausstellung ,Audiotour gegen Stress‘ ein deutliches Zeichen setzen: Stress betrifft uns alle, unabhängig von Alter oder Lebenssituation“, betont die Koordinatorin für Gemeindepsychiatrie, Angela Hartmann. Gemeinsam mit der Psychologin des Gesundheitsamtes, Selina Kexel, wird sie am Eröffnungstag in der Zeit von 10 bis 12 Uhr zur Verfügung stehen.

  • Zweitägiger Workshop am 14. und 21. September: „Kunst für die Seele“

    Eine gemalte Frau.

    Jeder Mensch wird in seinem Leben vor verschiedene Herausforderungen gestellt. Wie diese gemeistert werden und wie die Auswirkungen auf Emotionen und Wohlbefinden sind, hängt vor allem davon ab, welche Ressourcen aktiviert werden können. Passend zu dem Thema bietet die Westerwälder Allianz gegen Depression in Kooperation mit der Kreis-Volkshochschule (Kreis-vhs) Westerwald einen zweitägigen Workshop „Kunst für die Seele“ an. Er richtet sich an Menschen mit psychischen Erkrankungen und wird am 14. September von 10.30 bis 15.00 Uhr und am 21. September von 10.30 bis 16.00 Uhr in den Räumen der Kreis-vhs in Siershahn durchgeführt.
    Auf dem Programm steht am ersten Tag das Thema „Hilfe zur Selbsthilfe“ und die Frage „Wie kann sich mein aktueller Zustand in Richtung Gesundheit bewegen?“. Mittels verschiedener Techniken lernen die Teilnehmenden, sich der eigenen Ressourcen (Kraftquellen) bewusst zu werden und diese zu nutzen. Mit diesem Wissen wird anschließend ein individuelles Selbstbild erstellt, das am zweiten Tag vertiefend bearbeitet und finalisiert wird. Unterstützt werden die Teilnehmenden von den Kursleiterinnen Susanne Kinder-Walenta und Ursula Reppmann-Wörsdörfer, die beide selbst Betroffene und Kunst- sowie Schreibtherapeutinnen sind.  
    Das Angebot richtet sich an Menschen mit psychischen Erkrankungen, die sich nicht in einer akuten Krise befinden, und ist kostenfrei. Lediglich Materialkosten in Höhe von rund 20 Euro sind selbst zu tragen. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten gibt es per E-Mail an info@vhs-ww.de sowie unter der Telefonnummer 02602 124-420. Wer aus persönlichen Gründen die Kursgebühr nicht finanzieren kann, findet hier auch vertraulich Hilfe.