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Keramikmuseum eröffnet Ausstellung „KORE“

Westerwaldpreisträgerin macht Unausgesprochenes sichtbar

Irina Razumovskaya lebt und arbeitet in London. Sie studierte an der St. Petersburger Stieglitz-Staatlichen Akademie für Kunst und Design sowie am Royal College of Art in London, wo sie auch unterrichtet. Die Ambivalenz der Göttin Kore spiegelt sich aus ihrer Sicht in der Rolle wider, die Frauen oft zu erfüllen hätten und die ohne Verlusterfahrungen nicht zu bewältigen sei. In ihren Werken sucht die Künstlerin deshalb nach einer eigenen Form, um das Unausgesprochene zu bewahren und festzuhalten. Sie visualisiert es durch Lücken, die mindestens so viel aussagen wie das, was sichtbar ist. Zerbrochene Keramikformen machen Geschichten von Schmerz, Kontrolle und Trauer sichtbar, Geschichten, die eigentlich verschwiegen bleiben sollten. Irina Razumovskaya materialisiert in ihrer Keramik das Ungehörte für immer. Einige Exponate entstanden im Rahmen ihrer Gastprofessur am Institut für Künstlerische Keramik und Glas der Hochschule Koblenz.

Einen Eindruck davon können sich Interessierte in der neuen Ausstellung im Keramikmuseum Westerwald verschaffen. Bei der der feierlichen Vernissage am 24. September um 19 Uhr wird die 2024 mit dem Westerwaldpreis ausgezeichnete Künstlerin anwesend sein. Die Ausstellung kann bis 10. Januar 2027 im Keramikmuseum Westerwald, Lindenstraße 13 in Höhr-Grenzhausen, betrachtet werden.