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Ärztemangel im Westerwaldkreis aktiv begegnen

Sarah Omar, Leiterin des Gesundheitsamtes, stellte den öffentlichen Gesundheitsdienst mit seinen facettenreichen Arbeitsbereichen vor. Über die allgemeinen Niederlassungsmöglichkeiten und Förderungen, auch die des Westerwaldkreises, berichteten Melitta Fechner und Susann Renger von der Kassenärztlichen Vereinigung. Veranschaulicht wurde dies durch die persönlichen Erfahrungsberichte von Philipp Kratz und Michael Hausen, einmal aus der Sicht der Niederlassung als Allgemeinmediziner und einmal mit Fokus auf eine Anstellung. Gerade diese offene Gesprächsrunde begeisterte die Camp-Teilnehmenden: „Wirklich spannend, dass die Ärzte so offen über alles gesprochen haben. Im Internet findet man immer nur unkonkrete Aussagen und Zahlen.“

Mehrere Personen sitzen im Halbkreis vor einem Beamer.
Während der Gesprächsrunde konnten die angehenden Mediziner ihre Fragen an die Kreisverwaltung und zwei Allgemeinmediziner stellen.

Wie abwechslungsreich sich der Arbeitsalltag eines Hausarztes dann tatsächlich gestaltet, konnten die angehenden Mediziner am nächsten Tag von Dr. Hanna Schmidt-Bovendeert, Hausarztpraxis Dr. Schmidt-Bovendeert, und Frau Dr. med. Caroline Nies, Praxis Nies & Richter, erfahren. Aber nicht nur die Allgemeinmedizinerinnen nahmen sich viel Zeit für die Studierenden. Auch die Krankenhäuser in Dernbach, Hachenburg und Montabaur hatten sich einiges einfallen lassen, um zu zeigen, welch gute Arbeitsbedingungen und Tätigkeitsfelder im Westerwaldkreis zu finden sind. Das, und die möglichen Einblicke in verschiedene Fachrichtungen, verleiteten den ein oder anderen Studierenden zur Aussage: „Ich könnte mir vorstellen, mein Praxisjahr im Westerwaldkreis zu verbringen.“

Bei der Stadtführung regnete es leider.
Bei einer Stadtführung lernten die Teilnehmenden Montabaur kennen.

Vielleicht konnte dieser erste Eindruck noch durch das abwechslungsreiche Rahmenprogramm mit Übernachtung im trendigen Containerhotel, Frühstück mit regionalen Produkten, Stadtführung sowie Besichtigungen einer Abtei und Brauerei positiv verstärkt werden. Denn nicht nur die Arbeitsbedingungen sind ausschlaggebend für die Wahl der späteren Wirkungsstätte, eine ausgewogene Work-Life-Balance wird für viele immer wichtiger.