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Ausstellung „Von Holländern, Rollern und Fahrrädern“

Kinderfahrzeuge aus der Sammlung des Landschaftsmuseums

Original erhaltene Objekte, die teilweise vom harten Einsatz auf der Straße und im Gelände gekennzeichnet sind, lassen nicht nur die Geschichte des Kulturphänomens Mobilität aus Kindersicht nachvollziehen, sondern wecken auch emotionale Erinnerungen an die eigene Kindheit. Dabei sind schnittige Serienmodelle genauso zu entdecken wie robustere und modifizierte Fahrzeuge, die vom Vater technisch „aufgerüstet“ und farblich bunt gefasst wurden. Bei manchem Vehikel ist das Vorbild aus der Erwachsenenwelt unverkennbar und erlaubt Rückschlüsse auf den sozialen Status, Erziehungsmethoden und Geschlechterrollen.

Ältestes ausgestelltes Fahrzeug ist ein so genannter „Holländer“, der überwiegend aus Holz gefertigt ist. Das vierrädrige Gefährt musste mit einer ruderartigen Wippbewegung der Arme in Gang gesetzt werden, während das Lenken mit den Beinen erfolgte. Dies diente nicht nur der reinen Fortbewegung oder dem Spiel, sondern förderte zudem die Motorik. Einfache Holzroller lassen erahnen, wie sich die Nutzer mit wenig Komfort über gepflasterte Straßen fortbewegten. Dreiräder und Fahrräder aus Metall mit Luftbereifung und Kettenantrieb zeigen die weitere Entwicklung der Kinderfahrzeuge, die in Ausführung und Material stets den kulturellen und technischen Neuerungen folgte. Eines haben sie alle gemeinsam: Reine Muskelkraft ist die Voraussetzung des Antriebs.