Reader zur Fachtagung veröffentlicht
In ihrem Vortrag benannte Sabine Heinke auch Stolpersteine und Defizite. So sei als Regelsatz im Bürgerlichen Gesetzbuch formuliert, dass das Umgangsrecht mit beiden Eltern dem Kindeswohl diene. In Fällen häuslicher Gewalt könnte sich der Kontakt aber negativ auswirken. Sie schilderte, wie herausfordernd es für Familienrichterinnen und Familienrichter sei, vom Regelsatz abzuweichen und selbst Ermittlungen vorzunehmen.
Hinzu käme, dass oftmals wichtige Informationen auf dem Weg zum Gericht verloren gingen. Bis es zu einem familiengerichtlichen Verfahren kommt, gab es laut Sabine Heinke meist bereits einen langen Weg durch verschiedene Institutionen. Um gewaltbetroffene Erwachsene und die Kinder wirksamer schützen zu können, müssten Schnittstellen besser beleuchtet, die Informationen zusammengetragen und vollständig weitergegeben werden, forderte sie.
Die wichtigsten Inhalte ihres Vortrags können nun in einem Reader zur Tagung bei der Gleichstellungsstelle des Westerwaldkreises kostenfrei angefordert oder hier als PDF heruntergeladen werden.



