Empathie, Weitsicht, (Selbst-)Fürsorge
Erfolgreiche Auszeit für Führungskräfte in Bad Marienberg
Der „Frustkiller-Freitag“ gehört inzwischen fest in den Veranstaltungsreigen der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH (wfg). Diese kleine Auszeit für Führungskräfte, in der die eigenen Fähigkeiten und die persönliche Wirksamkeit im Zentrum stehen, stellt immer drei Führungskompetenzen in den Mittelpunkt einer Aktivität und eines Impulsvortrags von Godi Hitschler. Abgerundet wird die Veranstaltung mit dem gemeinsamen Mittagessen zwischen den beiden Teilen.
Diesmal kamen Anfang August zwölf Führungskräfte in der Falknerei Bad Marienberg zusammen. Empathie, Weitsicht und (Selbst-)Fürsorge waren die Kompetenzen auf die der Fokus gelegt wurde. Wie die Weitsicht zu Greifvögeln passt liegt auf der Hand, aber auch Empathie und Fürsorge sind im Umgang mit anderen Lebewesen – Tier oder Mensch – wichtige Faktoren für ein harmonisches und entspanntes Miteinander.
Luisa Weich hat die Gäste in Empfang genommen und zunächst ihre kleine Familie bei einem Rundgang vorgestellt. Dabei erzählte sie voller Begeisterung von ihren ersten „Revierkämpfen“ mit dem pubertierenden Weißkopfseeadler „Morpheus“, der Alarmanlagenfunktion von Sakerfalke „Molly“ oder den ersten Trainingseinheiten mit dem jüngsten im Bunde, dem Bartkauz „Houdini“. Anschließend nahm der Wüstenbussard Nanni als erstes, im wahrsten Sinne, Kontakt zu der Runde auf. Gekonnt wurde sie von Luisa und Annika zwischen den Reihen hin und her navigiert. Mit den beiden zeigten dann noch weitere Vögel ihre Flugkünste, während Luisa die Besonderheiten und Charaktere erklärte. Dann durften die Teilnehmenden selbst den Handschuh überstreifen und die Raubtiere in Empfang nehmen. Teil des interaktiven Erlebnisses war unter anderem der Europäische Uhu „Hugo“, der, entgegen seiner eher gemütlichen Art, bis zur letzten Person durchgehalten hat. Bevor es zum Mittagsessen ins benachbarte Wildpark Hotel ging, durften sich die Teilnehmenden noch eine Feder als kleine Erinnerung für zuhause aussuchen.
Frisch gestärkt folgte der zweite Teil des Programms. Godi Hitschler legte in ihrem Impuls den Schwerpunkt auf Empathie und (Selbst-)Fürsorge. Ein wenig provokant lautete die Eingangsfrage, ob man denn mit sich selbst empathisch sein könne? Die Zuhörenden lernten, dass Empathie zunächst einmal „nur“ eine Wahrnehmung ist und es dann eine Frage der Bereitschaft sei, ob und wie ich mit dem Wahrgenommen umgehe. Sie führte aus, dass Selbstfürsorge damit beginne, das Selbst zu erkennen, also zu wissen, was tut mir gut, was sind meine Werte und wo finde ich den Raum, mich so zu zeigen. „Selbstfürsorge ist sehr individuell und hat mit Authentizität sich selbst gegenüber zu tun. Wenn man erkennt, dass z.B. anderen zu helfen zutiefst egoistisch sein kann oder es keine allgemeingültige Anleitung für Wohlbefinden gibt, braucht es ein wenig Mut, um sich die persönlichen Motive und Bedürfnisse einzugestehen und sich deren Erfüllung zu erlauben“, erläutert Hitschler. Aufgabe sei es dann, möglichst viel davon im Alltag zu integrieren, denn Urlaub zu machen sei wichtig, aber alle Selbstfürsorge in 2 Wochen „abzuarbeiten“ würde nicht nachhaltig zum Ziel führen.
„Wir freuen uns, dass unser Auszeitangebot Anklang findet und ich bin überzeugt davon, dass die Pause und der Austausch mit anderen zu den besten Mehrwerten zählen, die wir unseren Unternehmen aktuell anbieten können“, fasst wfg-Geschäftsführerin Katharina Schlag die Basis der Veranstaltungsreihe zusammen. „Diese Grundidee bleibt immer der Kern der Termine, aber beim letzten Frustkiller-Freitag haben wir einen anderen Aktivitätsansatz“, so Schlag weiter. „Im Keramikmuseum, am 05.12.2025, kann man sich zwar beim Tonkneten auch ein wenig abreagieren, aber es werden Konzentration, Geduld und Fantasie im Fokus stehen, so dass es eher etwas ruhiger werden könnte.“
Unter www.wfg-ww.de sind weitere Informationen sowie das Anmeldeformulare zu finden. Die Teilnahme ist kostenfrei und nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Die Plätze sind begrenzt.
