Ehrenamtliche Vormundschaften
Das Jugendamt der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises sucht engagierte Bürgerinnen und Bürger, die bereit sind, einem Kind in einer herausfordernden Lebenssituation verlässliche Unterstützung zu bieten.
Gesucht werden Menschen, die Verantwortung übernehmen möchten, wenn Eltern vorübergehend oder dauerhaft nicht in der Lage sind, die elterliche Sorge auszuüben – und die einem Kind damit Stabilität, Orientierung und ein Stück Sicherheit schenken.
- Als ehrenamtlicher Vormund stellen Sie das Wohl des Kindes konsequent in den Mittelpunkt und vertreten seine Interessen mit Nachdruck und Sensibilität.
- Sie treffen – anstelle der Eltern – wesentlichen Entscheidungen, die für die Entwicklung und das Leben des Kindes von Bedeutung sind.
- Mit Verlässlichkeit, Engagement und Vertrauen begleiten Sie das Kind auf seinem Weg in ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben.
- Sie vertreten es aktiv im Rechtsleben und beziehen es altersgerecht in wichtige Entscheidungen ein, damit es seine eigenen Bedürfnisse und Wünsche einbringen kann.
- Sie besuchen das Kind mindestens einmal im Monat - gerne auch häufiger.
- In Ihrer Rolle arbeiten Sie konstruktiv und kooperativ mit dem Jugendamt, der Herkunftsfamilie, dem Familiengericht sowie weiteren beteiligten Stellen zusammen.
- Gemeinsam schaffen Sie ein unterstützendes Umfeld, in dem das Kind Sicherheit, Orientierung und Perspektiven erhält.
- Sie verfügen über die notwendige kognitive Eignung, um komplexe Situationen zu erfassen, Entscheidungen umsichtig abzuwägen und die Bedürfnisse eines Kindes zuverlässig im Blick zu behalten.
- Sie haben Zeit für persönliche Begegnungen mit dem Mündel und freuen sich darauf, ein verantwortungsvolles, kontinuierliches und sinnstiftendes Ehrenamt zu übernehmen.
- Ihre Haltung gegenüber Kindern und Jugendlichen ist wertschätzend, wohlwollend und geprägt von echter Zuwendung.
- Sie interessieren sich für unterschiedliche Kulturen und respektieren individuelle Lebensweisen.
- Mit Verantwortungsbewusstsein und Durchsetzungsfähigkeit treten Sie für die Rechte und Bedürfnisse des Kindes ein und bringen die Bereitschaft mit, konstruktiv mit Behörden und Gerichten zusammenzuarbeiten.
- Sie wissen, dass niemand alles allein schaffen muss, und sind bereit, sich bei Fragen oder Schwierigkeiten rechtzeitig Unterstützung bei der zuständigen Koordinierungsstelle zu holen – fachlich, menschlich und partnerschaftlich.
- Zudem leben Sie in stabilen finanziellen Verhältnissen, sodass Sie Ihr Ehrenamt unabhängig, verantwortungsvoll und ohne eigene Belastung ausüben können.
- Ihre juristische Unbescholtenheit bildet die Grundlage für Vertrauen und Transparenz im gesamten Vormundschaftsprozess.
- Keine Aufnahme in den eigenen Haushalt — Sie müssen das Kind nicht bei sich zu Hause aufnehmen; die Vormundschaft ist kein Pflegeverhältnis.
- Keine eigenen finanziellen Aufwendungen — Für die Versorgung des Kindes entstehen Ihnen keine privaten Kosten. Finanzielle Aufwendungen werden im Rahmen einer Ehrenamtsaufwandsentschädigung über das Familiengericht vergütet.
- Keine juristischen Vorkenntnisse — Sie müssen keine rechtliche Ausbildung mitbringen. Alles Wichtige wird Ihnen durch die Koordinierungsstelle verständlich vermittelt und Sie erhalten durchgängig fachliche Unterstützung.
- Keine formale Grundqualifikation — Eine berufliche oder schulische Qualifikation ist nicht erforderlich. Entscheidend sind Ihr Verantwortungsbewusstsein und Ihre Bereitschaft, sich einzubringen. Im Rahmen kostenfreier Schulungsangebote werden Sie qualifiziert und zertifiziert.
- Keine besonderen pädagogischen Kenntnisse — Eine pädagogische Fachausbildung ist nicht notwendig. Eine wertschätzende Haltung gegenüber Kindern und Jugendlichen wird jedoch vorausgesetzt.
- Qualifizierende Vorbereitungsschulung — Sie erhalten eine sorgfältig konzipierte, mehrtägige Schulung durch Fachkräfte, die Sie Schritt für Schritt auf Ihre verantwortungsvolle Aufgabe vorbereitet.
- Individuelle fachliche Begleitung — Während Ihrer gesamten Ehrenamtstätigkeit steht Ihnen eine verlässliche Ansprechperson zur Seite, die Sie berät, unterstützt und bei komplexen Fragen begleitet.
- Regelmäßige Fachveranstaltungen — Sie können an themenspezifischen Fortbildungen teilnehmen, die Ihnen aktuelles Wissen und praxisnahe Impulse rund um die Vormundschaft vermitteln.
- Austausch und Vernetzung — In regelmäßigen Treffen mit anderen ehrenamtlichen Vormundinnen und Vormündern haben Sie die Möglichkeit, Erfahrungen zu teilen, Fragen zu besprechen und sich gegenseitig zu stärken. Außerdem bietet die Koordinierungsstelle kontinuierlich stattfindenden Sprechstunden in den Räumen des Jugendamtes oder bei Ihnen vor Ort an.
- Als Koordinierungsstelle setzen wir uns mit großer Sorgfalt dafür ein, das Ehrenamt der Vormundschaft nachhaltig zu stärken und optimale Rahmenbedingungen für diese verantwortungsvolle Aufgabe zu schaffen.
- Wir begleiten Interessierte auf ihrem Weg zur Übernahme einer Vormundschaft und stehen ihnen mit fachlicher Expertise und persönlicher Unterstützung zur Seite.
- Unser Ziel ist es, die Qualität der Vormundschaft zu sichern und dabei die Bedürfnisse sowie die aktive Beteiligung junger Menschen konsequent in den Mittelpunkt zu stellen.
- Engagieren Sie sich – wir begleiten Sie dabei. Wir informieren, beraten und qualifizieren umfassend: von der ersten Orientierung über maßgeschneiderte Schulungsmodule bis hin zur langfristigen fachlichen Begleitung während Ihrer Tätigkeit im Ehrenamt.
- Auch bereits aktive Vormundinnen und Vormünder finden bei uns professionelle Unterstützung, vielfältige Austauschmöglichkeiten und regelmäßige Fortbildungen, die ihre Arbeit stärken und weiterentwickeln.
Interessiert? Dann vereinbaren Sie gerne ein persönliches und unverbindliches Beratungsgespräch. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen, informieren Sie umfassend über alle weiteren Schritte und zeigen Ihnen die vielfältigen Möglichkeiten des Ehrenamts auf.
Wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen und Sie auf Ihrem Weg zu begleiten.
Ansprechpartner:
Herr Rolf Knieper
02602 124-654
rolf.knieper@westerwaldkreis.de
