Informationen für Kontaktpersonen

Wann bin ich eine Kontaktperson?

Wenn Sie engen Kontakt zu einer Person hatten, die mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 infiziert ist – in dem Zeitraum, in dem der Erkrankte ansteckend ist. Dies sind i.d.R. 3 Tage vor bis ca. 10 Tage nach Symptombeginn.

Enger Kontakt bedeutet, dass Sie sich entweder länger im gleichen Innenraum aufgehalten haben wie der Infizierte oder Sie mehrere Minuten dauernden Gesprächskontakt hatten (also weniger als 1,5m Abstand). Dies gilt auch wenn Sie eine Alltagsmaske getragen haben.

Die Definition einer Kontaktperson der Kategorie I nach Robert-Koch-Institut (RKI) finden Sie hier.

Wie soll ich mich verhalten, wenn ich Kontakt zu einem Corona-Infizierten hatte (der nicht in meinem Haushalt wohnt)?

Bitte begeben Sie sich umgehend in häusliche Quarantäne. Das bedeutet, dass Sie Ihr Ihr/e Wohnung/Haus/Grundstück nicht verlassen und keinen Besuch empfangen dürfen.

Das zuständige Gesundheitsamt muss feststellen, ob eine erhöhte Ansteckungsgefahr bei dem Kontakt bestand und wird das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen.

Wir melden uns telefonisch bei Ihnen, i.d.R. spätestens am Folgetag des Bekanntwerdens der Infektion. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass dies in Einzelfällen auch länger dauern kann (besonders wenn Sie in einem anderen Kreis wohnen als die infizierte Person).

Achten Sie darauf, ob sie Beschwerden entwickeln, die mit einer Corona-Infektion vereinbar sind. Wenn Beschwerden auftreten, melden Sie sich bitte bei ihrem Hausarzt und geben dies bei Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt an.

Wie ist das Vorgehen wenn ein enger Kontakt zu einem Corona-Infizierten stattgefunden hat (Kontakt der Kategorie I nach RKI)?

Das für Sie zuständige Gesundheitsamt meldet sich telefonisch bei Ihnen um das weitere Vorgehen zu besprechen. Grundsätzlich gilt:

Wenn festgestellt wurde, dass es sich um einen engen Kontakt handelt, bei dem eine erhöhte Ansteckungsgefahr bestand (entsprechen der Kategorie 1  nach RKI), sind Sie gemäß der Landesverordnung vom 08.12.2020  (https://corona.rlp.de/fileadmin/rlp-stk/pdf-Dateien/Corona/AEnderungsverordnung_Absonderungsverordnung/AbsonderungsVO_konsolidierte_Fassung.pdf) verpflichtet, sich in Quarantäne zu begeben. Sie bekommen von uns eine Bescheinigung darüber.

Die Quarantäne dauert 14 Tage  ab dem (letzten) Kontakt zur positiven getesteten Person.

In diesem Zeitraum beobachten Sie Ihren Gesundheitszustand und melden sich bei Ihrem Hausarzt oder bei uns  wenn Beschwerden auftreten, die mit COVID-19 vereinbar sind. Dann sollte zeitnah eine Testung auf SARS-CoV-2 erfolgen.

Die Quarantäne kann auf 10 Tage verkürzt werden, wenn frühestens an Tag 10 ein Test durchgeführt wird und dieser negativ ausfällt. Alle Kontaktpersonen der Kategorie 1 erhalten von uns (frühestens) an Tag 10 der Quarantäne einen Termin zur Testung auf SARS-CoV-2 (Rachenabstrich).

 

Wie soll ich mich verhalten, wenn sich jemand in meinem Haushalt mit dem Corona-infiziert hat?

Laut der Landesverordnung vom 08.12.2020 (https://corona.rlp.de/fileadmin/rlp-stk/pdf-Dateien/Corona/AEnderungsverordnung_Absonderungsverordnung/AbsonderungsVO_konsolidierte_Fassung.pdf)  sind Sie verpflichtet sich SOFORT in Quarantäne zu begeben. Das bedeutet, dass Sie Ihr Ihr/e Wohnung/Haus/Grundstück nicht verlassen und keinen Besuch empfangen dürfen.

In diesem Zeitraum beobachten Sie Ihren Gesundheitszustand und melden sich bei Ihrem Hausarzt oder bei uns  wenn Beschwerden auftreten, die mit COVID-19 vereinbar sind.

Die Dauer der Quarantäne beträgt 14 Tage ab dem Testdatum des Infizierten. Sie kann auf 10 Tage verkürzt werden, wenn frühestens an Tag 10 ein Test durchgeführt wird und dieser negativ ausfällt. Sie erhalten von uns zwei Termine zur Testung (Rachenabstrich), einen zu Beginn und einen (frühestens) an Tag 10 der Quarantäne.

 

 

Welche Regelungen gelten während der Quarantäne bzgl. meiner Arbeitsstelle?

Grundsätzlich haben Sie Anspruch auf eine Lohnfortzahlung. Dafür muss die von uns ausgestellt Bescheinigung dem Arbeitgeber vorgelegt werden. Der Arbeitgeber kann verlangen, dass Sie in der Zeit der Quarantäne von zu Hause aus arbeiten – soweit das Ihre Tätigkeit erlaubt. Sollten Sie erkranken, brauchen Sie in diesem Fall zusätzlich eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung („Krankmeldung“). Diese kann Ihnen Ihr Hausarzt ausstellen.

Wie soll ich mich verhalten, wenn sich eine bei mir im Haushalt lebende Person in Quarantäne befindet?

Grundsätzlich sollten eine strikte zeitliche und räumliche Trennung von der Kontaktperson erfolgen. Ob und wie gut dies umgesetzt werden kann, hängt natürlich mit den räumlichen Gegebenheiten zusammen – und ggf. auch mit dem Betreuungsbedarf der Kontaktperson (siehe auch „Wie soll ich mich verhalten, wenn mein bei mir im Haushalt lebendes Kind in Quarantäne muss?“).

Wenn eine vollständige Trennung nicht möglich ist, sollten Sie sich möglichst kurz in den gleichen Räumen aufhalten, immer mind. 1,5m Abstand halten, regelmäßig Lüften und sich die Hände mit Seife waschen (mind. 30 Sekunden unter fließendem Wasser). Die mit der Kontaktperson im Haushalt lebenden Personen sollten dann auch ihre Kontakte möglichst einschränken und mit Ihrem Arbeitgeber besprechen, ob und unter welchen Umständen sie weiter arbeiten gehen sollen. Sollten bei den Haushaltsmitgliedern Beschwerden auftreten, melden Sie sich bitte umgehend bei uns.

Bitte beachten Sie, dass KiTa-Kinder die Einrichtung nicht besuchen dürfen, wenn die im Haushalt lebende Kontaktperson Beschwerden bekommt, die mit einer Corona-Infektion vereinbar sind!

Wie soll ich mich verhalten, wenn mein bei mir im Haushalt lebendes Kind in Quarantäne muss?

Grundsätzlich sollte eine strikte zeitliche und räumliche Trennung erfolgen. Dies ist natürlich je nach Alter des Kindes nur teilweise oder gar nicht möglich. In diesem Fall, sollte ein Elternteil die Betreuung des Kindes übernehmen, sich der Rest der Familie aber von dem betroffenen Kind trennen. Der Elternteil, der die Betreuung übernimmt und dadurch nicht arbeiten kann und einen Verdienstausfall erleidet, hat nach Infektionsschutzgesetzt einen Entschädigungsanspruch wenn das Kind nicht älter als 12 Jahre ist oder aufgrund einer Behinderung auf Hilfe angewiesen ist. Detaillierte Informationen finden Sie unter www.ifsgonline.de

Bitte beachten Sie, dass KiTa-Kinder die Einrichtung nicht besuchen dürfen, wenn die im Haushalt lebende Kontaktperson Beschwerden bekommt, die mit einer Corona-Infektion vereinbar sind!

Welche Beschwerden können bei COVID-19 auftreten?

Bei einer Corona-Virus-Infektion gibt es kein charakteristisches Krankheitsbild, welches sich eindeutig von anderen Erkältungskrankheiten unterscheidet. Die häufigsten Beschwerden die auftreten sind Fieber und Husten, gefolgt von Schnupfen und Störungen des Geruchs-/Geschmackssinns. Weitere Symptome die auftreten können sind Halsschmerzen, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Bindehautentzündung, Hautausschlag, Lymphknotenschwellung und Bewusstseinsveränderungen. Meistens treten mehrere der genannten Symptome gleichzeitig, teilweise zeitversetzt ein.

Ich bin Kontaktperson der Kategorie I nach RKI, wie erhalte ich die Bescheinigung über die Quarantäne, den Termin zur Testung und das Ergebnis?

Wenn Sie eine E-Mail-Adresse haben, erhalten Sie alle Informationen und Schreiben von uns per E-Mail. Der Termin zur Testung auf SARS-CoV-2 wird Ihnen zusätzlich auch telefonisch mitgeteilt.

Wenn Sie keine Email-Adresse haben, versenden wir die Bescheinigung per Post. Alle Informationen erhalten Sie dann telefonisch.

Das Ergebnis Ihres Tests erhalten Sie i.d.R. innerhalb von 48 Stunden.

Wo findet die Testung auf SARS-CoV-2 statt?

Wenn Sie von uns einen Termin zur Testung erhalten haben, erfolgt der Test (Rachenabstrich) hier am Gesundheitsamt (Peter-Altmeier-Platz 1, 56410 Montabaur). Hinter dem Gebäude des Gesundheitsamtes, am Parkplatz der Kreisverwaltung ist hierfür linker Hand ein Bereich ausgewiesen.

Wenn mein Testergebnis negativ ausfällt, endet dann die Quarantäne?

Nein! Auch wenn ein während der Quarantäne durchgeführter Test negativ ausfällt, endet die Quarantäne erst nach Ablauf des 10. Tages.

Gelten gesonderte Regelungen für Schüler oder Kita-Kinder?

Nein. Wenn ein Fall in einer Schule oder Kita auftritt, wird ebenfalls vom Gesundheitsamt ermittelt, wer zu den Kontaktpersonen der Kategorie 1  nach RKI gehört und in Quarantäne muss. Das Vorgehen ist dann das gleiche (s.o.): Quarantänedauer 14 Tage nach letztem Kontakt, Verkürzung der Quarantäne auf 10 Tage möglich mit negativer Testung auf SARS-CoV-2 frühestens an Tag 10.

 

Wie erreiche ich das Gesundheitsamt bei Fragen oder Anliegen?

Telefonisch erreichen Sie uns über das Infotelefon des Gesundheitsamtes unter

02602 124-567 Montag bis Donnerstag 8-16 Uhr, Freitag 8-12 Uhr, Samstag und Sonntag 10-14 Uhr.

Sie können uns auch per Email erreichen unter gesundheitsamt@westerwaldkreis.de oder rechtsfragen.corona@westerwaldkreis.de

Ansprechpartner/in zum Coronavirus

Infotelefon des Kreisgesundheitsamtes
02602 124-567

Informationen auf einen Blick

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