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Die Kreisverwaltung informiert

Riesenbärenklau muss fachgerecht entfernt werden

Die an sich schöne und auffällige Großpflanze kann sich negativ auf Menschen, Tiere und Umwelt auswirken. Mensch und Tier können bei Kontakt mit dem Pflanzensaft Schaden nehmen. Inhaltsstoffe aus dem Pflanzensaft zerstören innerhalb kurzer Zeit den UV-Schutz der Haut. Eindringende Sonnenstrahlen führen zu schweren Verbrennungen mit Brandblasen, die nur langsam abheilen. Die medizinischen Behandlungskosten nach Kontakt mit dem Riesenbärenklau betragen in Deutschland ca. 1 Mio. Euro pro Jahr.

Seit den 1990er Jahren wird die Entwicklung des Riesenbärenklaus entlang des Gelbaches durch die Untere Wasserbehörde des Westerwaldkreises überwacht und dessen Vorkommen regelmäßig entfernt. Eine verstärkte Ausbreitung konnte durch diese Maßnahmen verhindert werden. Eine Herausforderung in der Regulierung der Pflanze stellt ihre große Samenproduktion dar. Bis zu 100.000 Samen produziert eine Pflanze, die bis zu 10 Jahre keimfähig bleiben. Da die Samen gut schwimmen, werden diese leicht und weit über den Wasserweg verbreitet. Hierin liegt ein Problem, wenn von unbekannten Standorten in den Oberläufen des Gelbaches immer wieder Saatgut ins Gewässer eingetragen wird. Anzumerken ist, dass hauptsächlich auf privaten Grundstücken die Herkulesstaude auf dem Vormarsch ist. Dies gilt insbesondere für nicht bewirtschaftete Flächen entlang von Straßen und Wegen, wo durch den Fahrzeugverkehr, an Reifen oder Karosserie anhaftend, Samen verbreitet werden. Auch in der Gemarkung illegal entsorgter Gartenabfall sorgt für die Ausbreitung der gefährlichen Schönheit.

Fernsehbeitrag - Quelle: SWR Fernsehen RP - 12.07.2016 um 18:45 Uhr

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