Flexibel. Dynamisch.
Klare Köpfe. Gute Entscheidungen.
Ein Kreis. Eine Verwaltung.
Innovativ. Zukunftsorientiert.
Kompetent. Zuverlässig.

Bildungskoordination für Neuzugewanderte

Die Bildungskoordination für Neuzugewanderte arbeitet seit dem 01. Februar 2017 in der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises. Grundlage für die Arbeit ist die am 22. Januar 2016 veröffentlichte Förderrichtlinie „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Ziel des Förderprogrammes ist die Stärkung des gesamten Themenfeldes Integration durch Bildung mit dem Ziel die lokalen Kräfte zu bündeln. Bildung versteht sich als Querschnittaufgabe und bedarf daher einer Koordination. Deshalb ist die Kernaufgabe der Bildungskoordination, die Vielzahl der kommunalen Bildungsakteure zu vernetzen sowie die Bildungsangebote und Bildungsbedarfe vor Ort aufeinander abzustimmen. Die Bildungskoordination arbeitet datenbasiert, d.h. auf Grundlage bereits vorhandener Daten. Der Projektzeitraum beträgt zwei Jahre.

Kernaufgaben der Bildungskoordination

  • Identifizierung der Vielzahl kommunaler Bildungsakteure und Bildungsangebote im Hinblick auf das Ziel „Lebenslanges Lernen“
    Zu den Bildungsakteuren zählen u.a.
       -->Schulen, Kitas, Unternehmen, Kammern, Stiftungen, Vereine, Betriebe, Agentur für Arbeit, Jobcenter, 
           Ehrenamtliche Initiativen, Kirchen, Verbände etc.
  • Erfassung der Bildungsbedarfe im Westerwaldkreis
  • Abstimmung der Bildungsangebot und –bedarfe im Westerwaldkreis
  • Vernetzung der Bildungsakteure
  • Erfahrungsaustausch auf kommunaler, Landes- und Bundesebene
  • Bildung einer Schnittstelle zwischen Verwaltung und Bildungsakteuren im Westerwaldkreis

Dieses Projekt wird gefördert durch das

Projektzeitraum
01.02.2017 – 31.01.2019
 

Unterstützung bei der beruflichen Ausbildung:

Auf ein interessantes Projekt der SES-Initiative VerA zur Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen wird an dieser Stelle hingewiesen. Weitere Informationen finden Sie hier:
 
Generationen lernen voneinander - Werden auch Sie Ausbildungsbegleiter im Westerwaldkreis

Senior Experten der SES-Initiative VerA unterstützen als Ausbildungsbegleiter Auszubildende in der Berufsausbildung mit Fachwissen, Tipps und Lebensweisheiten.

Die SES-Initiative VerA zur Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen stellt Auszubildenden erfahrene Fach- und Führungskräfte im Ruhestand zur Seite – nach Bedarf vom Ausbildungsbeginn bis zur Abschlussprüfung – die sich um alle Belange der beruflichen Ausbildung kümmern. Dieses Angebot gilt für alle Auszubildende und richtet sich somit auch Geflüchtete und Migranten Ausbildungsbegleiterinnen und Ausbildungsbegleiter sind Vertrauenspersonen für junge Menschen, die motivieren und bei der Stärkung von fachlichen und sozialen Kompetenzen unterstützen. Auch bei der Lösung von Problemen und Konflikten stehen Sie begleitend und beratend zur Seite. 

Kennzeichnend für VerA ist die 1:1-Begleitung durch ehrenamtliche Ausbildungsbegleiter. Wie lange und wie oft sich Auszubildende mit dem Ausbildungsbegleiter treffen und welche Themen im Mittelpunkt stehen, hängt von der persönlichen Situation ab. VerA unterstützt bei Problemen in der Berufsschule, im Ausbildungsbetrieb und auch im privaten Bereich. Auszubildende schätzen die zeitliche Flexibilität der vereinbarten Treffen, die in der Regel außerhalb der Arbeitszeit sind – auch am Abend oder am Wochenende stattfinden können.

Wie der folgende Bericht zeigt, finden die Begleitungstreffen sehr oft auch in Berufsschulen statt. In diesen Fällen erfolgt in kleinen Gruppen eine Nachlese zu Themen des vorangegangenen Unterrichts der Berufsschule, mit Wiederholung und ergänzenden Erklärungen. 

Mittwochs, 15.30 Uhr: Nach acht Stunden Berufsschule treffen sich fünf junge Männer, alle Auszubildende für Kraftfahrzeugmechatronik, im Schulgebäude der Carl-Benz-Schule Koblenz für zwei weitere Unterrichtsstunden. Auf dem Programm steht Nacharbeiten des Unterrichtsstoffs, Erstellen von Hausaufgaben, Vorbereiten von Klassenarbeiten und immer wieder das Erläutern von  deutschen Fachbegriffen.

Seit Februar nimmt die Gruppe an einer Ausbildungsbegleitungsmaßnahme VerA des Senior-Experten- Services (SES) teil, um die Ausbildung erfolgreich und mit guten  Ergebnissen zu absolvieren.

Unterstützt werden sie von ihrem Paten oder Ausbildungsbegleiter Alfred Psutka, der als  ehemaliger Berufsschullehrer lange Jahre Kfz-Mechatroniker, früher Kfz-Mechaniker, an der Carl-Benz-Schule ausgebildet hat.

Durch ein entspanntes Lernklima entsteht auch genügend Vertrauen, über Probleme und besondere Schwächen zu reden. Auch außerhalb der Ausbildung.

Zur Durchführung weiterer gewünschter und notwendiger Ausbildungsbegleitungen für die Unterstützung von Auszubildenden in der dualen und schulischen Berufsausbildung werden weitere Ausbildungsbegleiter gesucht. Dies betrifft insbesondere die Ausbildungsbegleitung von Geflüchteten in den Regionen Koblenz und Mayen-Koblenz. 

Interessierte aus fast allen  technischen Berufen  sowie der Pflege, die wöchentlich 2-4 Stunden Zeit einbringen können und mit Ihrem Wissen gerne junge Menschen unterstützen wollen,  sind herzlich willkommen. Der größte Unterstützungsbedarf ist derzeit bei Geflüchteten für  Berufe des Handwerks. Zu den Aufgaben gehören auch das Fördern der deutschen Sprache sowie die kulturelle Integration.

Zur Beantwortung weiterer Fragen stehen sowohl das VerA-Team in Bonn als auch der zuständige Regionalkoordinator gerne zur Verfügung.

Senior Experten Service (SES)

Ausbildungsinitiative VerA
Buschstraße 2, 53113 Bonn
Tel: 0228 26090-40/156/3611, Fax: 0228 26090-940
Internet: www.ses-bonn.de, www.vera.ses-bonn.de
 
Ansprechpartner für die Region  Koblenz:
Regionalkoordinator
Erwin Fries
Tel.: 02743 3169, Mobil: 0171 2651088, Telefax: 02743 9344382

Mehr zu VerA

VerA steht für „Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen“  und ist eine gemeinsame Initiative der Spitzenverbände der  Deutschen Wirtschaft in Zusammenarbeit mit dem ZDH (Zentralverband des Deutschen Handwerks),  dem DIHK (Deutscher Industrie- und Handelskammertag) und dem BfB (Bundesverband der freien Berufe).   VerA  wird seit 2009 als bildungspolitische Maßnahme vom BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) gefördert und  vom Senior Experten Service (SES Bonn) durchgeführt. 

Zielsetzung von VerA ist die Reduzierung der hohen Anzahl an Ausbildungsvertragslösungen, die sich überwiegend auf folgende  Ursachen beziehen:

  • Schwierigkeiten beim Übergang von der Schule in den Beruf bedingt durch die höheren Leistungsanforderungen und zeitliche Belastung, sowie viele neue Regeln, Lerninhalte, Beziehungsmuster und umfassendere Netzwerke.
  • Nicht ausreichende Beratung über die Vielfalt und Anforderungen der Berufe und daher Wahl eines Berufs, der nicht den persönlichen Fähigkeiten und Neigungen entspricht.
  • Unzureichende Ausbildungsqualifikation.
  • Mangelnde betriebliche Ausbildungsbedingungen.

VerA fußt auf einem Mentoring-Ansatz:  Ehren­amtliche berufs- und lebenserfahrene Senior Expertinnen und Experten im Ruhestand  stehen Jugendlichen  für eine 1:1-Begleitung zur Verfügung. Die Senior Experten sind für die Auszubildenden Vertrauenspersonen, sie gewähren vielfältige Unterstützung und bieten Orientierung in der Berufsorientierung und der Berufsausbildung. Persönlicher kann Hilfe nicht sein. Erfolg und Nachfrage zeigen: Das Tandem-Modell kommt an.

Seit dem Start von VerA in 2009 haben mehr als 17.000 Schüler in der Berufsorientierungsphase bzw.   Auszubildende in der Berufsausbildung eine VerA-Ausbildungsbegleitung angefragt und davon haben  ca. 12.000 die Unterstützung in Anspruch genommen.

Kennmerkmale der VerA-Ausbildungsbegleiter

VerA-Ausbildungsbegleiter sind erfahrene Frauen und Männer im Ruhestand. Sie verfügen über jahrzehntelange Lebens- und Berufserfahrung, kennen je nach Ausbildung die Abläufe in den Betrieben, den technischen oder den administrativen Unternehmensbereichen. Neben guten   Fachkenntnissen sind  mit den Ausbildungsinhalten und den Ausbildungssystemen vertraut. Sie gehen mit großer Motivation und Begeisterung an ihre Aufgaben heran und haben Einfühlungsvermögen und Verständnis  für die Probleme und Sorgen junger Menschen.

Das Aufgabengebiet der VerA-Ausbildungsbegleiter umfasst die Unterstützung in der gesamten beruflichen Ausbildung der dualen und schulischen Berufsausbildung und schließt die Berufsorientierung inkl. der Berufseignung und  Berufswahl und allen zugehörigen Aufgaben für den Berufsstart. Zu den Aufgaben gehören das Nacharbeiten des Berufsschulstoffs  in verschiedenen Themenfeldern (überfachlich, methodisch, sozial und fachlich) sowie das Koordinieren der Aufgaben bei drohenden Ausbildungsabbrüchen.

Bei der Ausbildungsbegleitung von Geflüchteten gehören zu der Standardbegleitung auch das Fördern der deutschen Sprache sowie die kulturelle und soziale Integration.

VerA-Ausbildungsbegleiter werden vom Senior Experten Service (SES) gründlich auf ihre Aufgaben vorbereitet und sind in regionalen Teams integriert. Über regelmäßig stattfindende Erfahrungsaustausche mit Informationsveranstaltungen wird die Zusammenarbeit gefördert.

Über den SES besteht ein Versicherungsschutz und eine Aufwandsentschädigung wird gezahlt.