Frisch wie der Westerwälder Wind
Land. Leute. Ideen.
Bunt dank einer vielfältigen Kulturlandschaft
Eine Region in ständiger Bewegung
Leistung „Made in Westerwald“

Ausländerbehörde wieder regulär geöffnet - Sichtung der Flüchtlingsakten abgeschlossen

Über 2400 Akten gesichtet, rund 1200 Personen müssen nachregistriert werden

Von Montag bis Mittwoch blieb die Ausländerbehörde der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises geschlossen. Grund: Es wurden notwendige Vorbereitungen für die Nachregistrierung von Flüchtlingen getroffen. Aufgrund des enormen Flüchtlingszustroms sind im vergangenen Jahr zahlreiche Asylsuchende nicht vollständig durch das zuständige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) registriert worden. Teilweise wurden nur Namen und Geburtsdaten erfasst, die notwendige erkennungsdienstliche Behandlung mit biometrischen Bildern und Fingerabdrücken fehlte jedoch. Das Integrationsministerium hat nun die Nachregistrierung unmittelbar in den Kommunen veranlasst, was die Schließung der Ausländerbehörde nach sich zog.

„Die Aktensichtung hat ergeben, dass rund 1200 Personen im Westerwaldkreis nachregistriert werden müssen“, so der zuständige Dezernent der Kreisverwaltung, Dr. Helmut Stadtfeld. Die Personen erhalten jetzt Terminladungen für den Monat Mai, um dann von Erfassungsteams des Landes erkennungsdienstlich behandelt zu werden. „Die Erfassung erfolgt an vier Standorten im Kreis mit ca. 70 Flüchtlingen pro Tag. Neben der Kreisverwaltung wird man in den Verbandsgemeindeverwaltungen in Bad Marienberg, Westerburg und Ransbach-Baumbach tätig werden. Wir hoffen, dass wir den Asylsuchenden so die Anreise vereinfachen können und danken bereits heute den Verbandsgemeinden für ihre Unterstützung“, so Stadtfeld weiter. Hinsichtlich der Termineinhaltung ist man optimistisch: „Die Menschen haben ein großes Interesse an der Nachregistrierung, damit ihr Asylantrag zeitnah weiterbearbeitet wird. Und wer seine Fingerabdrücke nicht abgeben will, der hat meist auch einen Grund dazu. Den Fällen müssen wir dann nachgehen.“

Weiterer positiver Nebeneffekt: Die genommenen Fingerabdrücke werden mit verschiedenen Datenbanken abgeglichen. So zeigt sich, ob die Asylsuchenden bereits in einem anderen europäischen Land registriert sind oder per Haftbefehl gesucht werden. „Wir wollen wissen, wer im Westerwaldkreis ist. Deswegen war es keine Frage, das BAMF und das Land bei der anstehenden Nachregistrierung nach allen Kräften zu unterstützen.

Radiobeitrag "Ausländeramt" - Quelle: SWR 4 und SWR 1, Lore Mertens

gesendet: 19.04.16 um 12.15 Uhr

Zurück